Erläuterungen zur Zwischenprüfung PDF Drucken E-Mail

Wie muss ich vorgehen, wenn ich Zwischenprüfung machen will?

Da dies immer wieder zu Fragen und Unklarheiten führt, hier mal ein beispielhafter Ablauf einer Zwischenprüfung.

NEU: aus der Themenliste zur Zwischenprüfung muss in Zukunft für jede Zwischenprüfung mindestens ein Thema ausgewählt werden. Die übrigen Themen können mit den jeweiligen Prüfern frei ausgehandelt werden.

 

Beispielhafter Ablauf der Zwischenprüfung

Schritt 1: Sind alle Voraussetzungen erfüllt?
die Zwischenprüfung (ZP) sollte in der Regel nach dem 4. Fachsemester abgelegt werden.
Ihr solltet 32 Semesterwochenstunden (also pro Semester mindestens 8 Stunden/Woche) gesammelt haben und folgende Leistungsnachweise vorlegen können:

3 Proseminarscheine, die mit "mindestens ausreichend" bewertet wurden(bei Informationswissenschaft als Ergänzungsfach im Informatikstudium zwei Proseminarscheine und 12 SWS/ siehe Anhang Studienführer).
Hierbei ist folgendes zu beachten:
Die Proseminare sind in zwei "Pools" unterteilt, die sich wie folgt zusammensetzen:
  • Pool1: PI und PM (Grundlagenseminare)
  • Pool2: PL, PR, PS und PT (Seminare spezielleren Inhalts)
    Die Proseminare sind mit o.g. Kürzeln im Vili gekennzeichnet!
Ihr müsst einen Schein aus Pool 1 und einen Schein aus Pool 2 erwerben.
Der dritte Proseminarschein ist frei wählbar


Schritt 2: Wählt Eure Themen!
Die Themen für die Zwischenprüfung werden in Absprache mit dem Prüfer in dessen Sprechstunde, die von Frau Haag organisiert wird, festgelegt. Bevor Ihr Euch bei dem jeweiligen Prüfer einen Sprechstundentermin nehmt, solltet Ihr Euch bereits eine Auswahl von Prüfungsthemen überlegen, die Ihr dem Prüfer vorschlagen könnt.
Durch diese Vorgehensweise habt Ihr die Möglichkeit, die Festlegung der Prüfungsthemen zu beeinflussen.
Entsprechend der Studienordnung und den Ausführungsbestimmungen heißt es, dass bei der Auswahl des Prüfungsstoffes gegebenenfalls Schwerpunktbildungen berücksichtigt werden können, soweit sie in der jeweils gültigen Studienordnung vorgesehen sind.
Man kann dadurch also Themen vorschlagen, die einem besonders interessieren und vermeiden, dass einem Themen "aufgedrückt" werden.

Hinweise zur Auswahl der Themen:
Entsprechend der Studienordnung und den Ausführungsbestimmungen kann man weiter interpretieren,
dass in der mündlichen Prüfung nachgewiesen werden soll,
dass der/die Kandidat/in

  • die Zusammenhänge des Faches kennt
  • und die speziellen Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag.
  • Außerdem soll festgestellt werden, ob er/sie über ein - dem Abschluß des ersten Studienabschnitts - entsprechendes Grundlagenwissen verfügt.
Wenn man also ein spezielles Thema vorschlägt bzw. sich darauf vorbereitet, muß man davon ausgehen, dass in der Prüfung auch auf Zusammenhänge mit verwandten informationswissenschaftlichen Themen oder entsprechende informationswissenschaftliche Grundlagen eingegangen wird.

Dies gilt es bei der Auswahl der Themen zu beachten.
Weiterhin ist zu beachten,
  • dass eines der Themen an den Inhalt einer besuchten Vorlesung angelehnt sein sollte.
  • Außerdem darf kein Thema verwendet werden, das inhaltlich einer bereits verfassten Hausarbeit oder einem Referat gleicht.
  • Achtet darauf, dass es ausreichend und aktuelle Literatur zum Thema gibt. (Zur Auswahl der Themen siehe auch Schritt 5, Vorbereitung auf die Prüfung)


Schritt 3: Wählt Euren Prüfer!
Ihr könnt Eure Zwischenprüfung bei

  • Herrn Prof. Dr. Zimmermann
  • Frau Prof. Dr. Harms
  • Herrn Dr. Semar
  • Herrn  Dr. Giessen
  • Herrn Prof. Dr. Panyr
  • und Herrn Prof. Dr. Hagenau
ablegen.

Macht mit Frau Haag einen Termin zur Themenabsprache mit dem von Euch gewählten Prüfer aus. Alle Termine (für die Themenabsprache oder Zwischenprüfung) von Herrn Zimmermann oder Frau Harms werden generell von Frau Haag organisiert.
Herrn Semar, Herrn Giessen, Herrn Panyr und Herrn Hagenau müsst Ihr persönlich oder per mail ansprechen.
Am besten, Ihr besucht Frau Haag in ihrer Sprechstunde und legt Ihr dabei direkt die notwendigen Proseminarscheine und Euer Studienbuch vor.
Sollte das nicht möglich sein, ruft Frau Haag an (Eine schriftliche Anfrage per mail ist zu umständlich und uneffektiv bei einer Terminabsprache)!


Schritt 4: Besprecht mit dem Prüfer die Themen und macht einen Prüfungstermin aus.
Wenn die Themen festgelegt wurden und man bereits einen Termin für die Prüfung festlegen will, wendet man sich wieder an Frau Haag wg. einer Terminabsprache (Siehe oben). Dann schreibt eine e-mail an Frau Haag mit Eurem Namen, Matrikelnummer, Fächerkombination, Termin der Prüfung und Themen (Hier ist die schriftliche Form dem Anruf vorzuziehen, da Frau Haag Eure Angaben in digitaler Form verwenden kann, um das entsprechende Sitzungsprotokoll vorzubereiten).
Manchmal weiss man nach der Themenabsprache noch nicht, wieviel Zeit man für die Vorbereitung zur Prüfung brauchen wird und kann sich demnach auch noch nicht auf eine Termin für die Prüfung festlegen.
In diesem Fall erfolgt die oben beschriebene Prozedur (Terminabsprache für die Zwischenprüfung, Mail mit den entsprechenden Angaben), sobald man bereit zur Terminierung ist.
Man sollte dabei kalkulieren, dass zu bestimmten Zeiten die Sprechstunden der Dozenten sehr ausgelastet sind, und man mit bestimmten Wartezeiten rechnen muss. Dies kann aber bei Frau Haag nachgefragt werden.


Schritt 5:Vorbereitung auf die Prüfung
Zur Zwischenprüfung müßt Ihr jeweils 3 Exemplare Eurer "Thesenblätter" (pro Thema 1 Thesenblatt) mitbringen.

Beispiel: Nehmen wir mal an, Ihr habt das Thema "Usability-Engineering bei Websites" aus dem Bereich der Wissenspräsentation gewählt.
In einer These zu diesem Thema sollten sich die relevanten Kerninhalte widerspiegeln, die dann im Verlauf der Prüfung erläutert werden.
Z.B. "Das Usability-Engineering gehört in den Rahmen der Forschung zur Human-Computer-Interaktion und ist ein pragmatischer Ansatz. Den Kernbereich bildet dabei die Usability-Evaluation, zu der je nach Gegenstandsbereich verschiedene Methoden zur Verfügung stehen. Die Usability eines Informationssystems ist allerdings nur die notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung der Systemakzeptanz."

Bei dieser These kann man davon ausgehen, dass zu erläutern ist,

  • Der Begriff Usability-Engineering und die Definition von Usability,
  • der Gegenstand der Forschung zur Human-Computer-Interaktion,
  • das Wesen eines pragmatischen Ansatzes,
  • der Gegenstand und die Ziele der Usability-Evaluation,
  • die verschiedenen Evaluationsmethoden, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre Eignung hinsichtlich verschiedener Systeme und Phasen der Systementwicklung,
  • Die Aussage: "Die Usability eines Informationssystems ist allerdings nur die notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung der Systemakzeptanz"
    inkl. der Erörterung der Faktoren der Systemakzeptanz.
    Diese Aussage sollte man belegen können, z.b. durch Ergebnisse von Studien zur Akzeptanzforschung.

Fragen zum speziellen Thema mit Bezug zu den informationswissenschaftlichen Grundlagen könnten hier zum Bereich der Wissenspräsentation gestellt werden, z. B. zu den Besonderheiten der hypermedialen Wissenspräsentation im Allgemeinen oder zum Zusammenhang zwischen Website-Design und traditionellen Methoden und Verfahren der Informationswissenschaft. In der Institutsbibliothek ist ein Ordner mit Thesenblättern vorhanden, schaut da mal rein (allerdings sind hier nicht nur Thesenblätter von "Einser-Prüfungen" hinterlegt; aber als Anreiz und Hilfestellung können sie von Nutzen sein).
Thesen kann man selbst formulieren oder man kann ein Zitat als These verwenden. Thesen können auch provokant sein, z.B. Zitate, die man nicht beweisen (verifizieren), sondern falsifizieren (widerlegen) will. Bei der Übernahme von Zitaten sollte man sicherstellen, dass man tatsächlich auch alle dort verwendeten Begrifflichkeiten erläutern kann...sonst wird's peinlich ;-).


Schritt 6: Die Prüfung
Zur Zwischenprüfung müßt Ihr jeweils 3 Exemplare Eurer Thesenblätter (pro Thema 1 Thesenblatt) mitbringen.
Auf jedem Thesenblatt sollte stehen:

  • Euer Name
  • Eure Fächerkombination
  • Eure Matrikelnummer
  • Die These
  • Die verwendete Literatur

(Beispiele für Thesenblätter: 1 - 2 )
zu beachten: Bei Online-Quellen die komplette URL (also nicht nur die URL der Startseite), das Zugriffsdatum und den Autor angeben!
Tip: "Bläht" Euer Literaturverzeichnis nicht unnötig auf!
Gebt die Literatur an, die Ihr wirklich verwendet habt, denn schließlich kann man davon ausgehen, dass der Prüfer diese kennt und Fragen zur angegebenen Literatur stellt.
Und ein auffällig großes Literaturverzeichnis macht nicht den besten Eindruck ;-)..
Recherchiert zu den Themen in den fachrelevanten Datenbanken (v.a. INFODATA)!!!
Die Zwischenprüfung ist eine mündliche Prüfung.
Sie findet bei Eurem Prüfer mit einem Beisitzer (den Ihr vorschlagen könnt) statt und dauert 30 Minuten.
Hierbei sind jeweils 10 Minuten pro Thema vorgesehen.
Ihr solltet Eure Thesen begründen können und in verwandten Bereichen fit sein.
Auch entsprechende Definitionen sollten gelernt sein!
Wenn Ihr jemanden zitiert, solltet Ihr die richtige, primäre Quelle nennen können (d.h.: "Wo wurde Was zum ersten Mal gesagt?").
Ihr solltet außerdem darauf gefasst sein, dass ein gewisses Grundwissen vorausgesetzt wird!
So sollten Begriffe wie "Information", "Wissen", "Information Retrieval" etc. gewußt werden.
Schaut dafür einfach mal im Terminosaurus Rex nach!


Das folgende Hauptstudium
Ihr könnt erst an den Hauptseminaren teilnehmen, wenn Ihr die ZP mit mindestens ausreichend bestanden habt.
Hierbei werden die Noten der Proseminarscheine und die Note der ZP (zu gleichen Teilen) addiert und dann durch vier geteilt.
Eine Sonderregel ermöglicht Euch die Teilnahme an Hauptseminaren auch ohne ZP.
Dies ist nur dann möglich, wenn Ihr die ZP spätestens 6 Wochen nach Beginn des Semesters, in dem das Hauptseminar stattfindet, ablegt.

 

Mehr Infos findet Ihr im Studienführer Informationswissenschaft
unter: "Hinweise zur Zwischenprüfung"
und: Zwischenprüfung


Viel Erfolg!
Eure Fachschaft!